Ein ganz zentraler Punkt beim Erstellen von Strecken ist das Verlegen von Gleisen auf die eine oder andere Weise, die von den RailSim-"Normalien" abweicht. Besonders innerhalb der Bahnhöfe, aber auch auf freier Strecke muss man sich - so sehr das auch die Arbeit erschwert - den Eigenheiten des Fahrprogramms beugen, damit man nicht "auf der Strecke" bleibt, also: entgleist. Auch die Fahrt quer über Bahnsteigflächen macht nicht so einen tollen Eindruck.
An verschiedenen Stellen in diesem Handbuch, aber auch in der RS-EDWIN-Hilfe und der "FAQ" habe ich schon auf diese Probleme hingewiesen...
Da es aber immer wieder Fragen zu diesem Thema gibt, will ich versuchen, die wichtigsten Fakten hier noch mal zusammenzutragen.
E1. Welche Gleise kann ich erzeugen oder verändern ?
Zunächst mal: Es gibt in RailSim wirklich nur vier Gleise. Es sind dies die beiden durchgehenden Hauptgleise und - je nach Bauausführung des jeweiligen Streckenstücks - das linke und das rechte Zweiggleis.
Noch mal zur Bezeichnung:
Dies ist die "Normalanordnung". Es ist grundsätzlich zu empfehlen, hiervon nicht abzuweichen. Es
hat keinen Sinn, Gleis 2 nach rechts und Gleis 1 nach links zu legen. Die Aufstellung von Signalen und
Fahrleitungsmasten könnte dann nicht richtig klappen. Auch die Vertauschung der Zweiggleise (also
Gleis 3 nach rechts und Gleis 4 nach links legen) sollte man unterlassen. Es bringt nichts.
Ausnahme: Wenn die Zweiggleise zwischen den Hauptgleisen liegen, also beim Weichenbau. Die
Verzweigungen der Gleise werden von RailSim nicht wie Weichen im eigentlichen Sinne behandelt, aber
wir bleiben mal bei dieser Bezeichnung.
E2. Welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung ?
E3. Wie mach ich es richtig... bzw: welche Fehler muss ich vermeiden ?
Tja... wenn ich es recht überlege... ich glaub, die kann man gar nicht alle abschließend aufzählen, es gibt einfach zu viele Möglichkeiten. Ich versuch einfach mal, die allerwichtigsten zusammenzutragen.



Dass man nach dem Ende der Abzweigstelle den Gleissalat auf ähnliche Art wieder aufräumen muss, versteht sich von selbst...
E4. Was gibt es sonst noch ?
Bei diesen Anschauungsobjekten will ich es zunächst bewenden lassen. Wichtig ist aber noch eines: Es erscheint ja während der Fahrt über solche Gleisanordnungen nicht der Eindruck, dass man sich auf einem Zweiggleis bewegt. Aber die Signale (und die Geschwindigkeitsüberwachung) kriegen das natürlich mit.
Also muss man auf weitere Kleinigkeiten aufpassen:
Sofern bis ca. 1 km vor einer solchen Verzweigung Signale stehen, sollten sie ohne Zs3 gebaut werden. Auch Zusatztafeln sollte man entfernen. Die zulässige Geschwindigkeit muss für Strecke und Abzweig identisch sein und sollte erforderlichenfalls mit Lf-Tafeln signalisiert werden. Auch hier: diese Tafeln sollten bereits dort stehen, wo die Gleise noch ihre Normal-Lage haben. Sonst könnten sie auch mal mitten im Gleis auftauchen !
