Um unter Windows 3.1x CD-R-Rohlinge mit Inhalt zu versehen, braucht es zweierlei: Software und Hardware.
Die Software-Klippen sind kleiner als man zunächst vermuten möchte, denn es stehen verschiedene Programme zur Vergügung.
Stellvertretend für die Zunft sei hier Nero bis einschließlich Version 4.0.3.0. genannt. Nero braucht Win32s, hat unter modernen Brennprogrammen laut Test in CHIP 12/99 die geringsten Systemanforderungen.
Allerdings muss der Brenner ein SCSI-Modell sein, denn nur solche werden von der Software akzeptiert. Und es ist kein Programm bekannt, das ATAPI-Geräte als SCSI-Geräte "tarnt". Und wenn der Computer eher zu der langsamen Sorte gehört, wird sich auch die Schreibgeschwindigkeit in engen Grenzen halten.
Hinreichend Festplattenplatz (zweite Platte) und schneller Plattenzugriff ist sehr sinnvoll und auch nötig... eine CD kann bis zu etwa 700 MB an Daten aufnehmen... und 700 MB wav-Dateien sind ebenso groß wie 700 MB mp3-Dateien... die wollen ja irgendwo bereitgestellt sein. Und man ahnt es schon, auch ein gerüttelt Maß an (freiem) Arbeitsspeicher wird sehr förderlich sein.
Kleine Randnotiz zum Thema "486er mit 50 MHz Bustakt":
Mit 486DX-50ern wird man i.d.R. nicht brennen können (kaum ein SCSI-Controller dürfte 50 MHz Bustakt unterstützen!), es sei denn, man verwendet (bei einem VLB-1.0-Rechner) Onboard-Grafik und einen ISA-SCSI-Controller. Wenn man das Glück hat, ein Modell mit VLB 2.0 erwischt zu haben, gehen auch die Varianten ISA-SCSI-Controller und VLB-Grafik sowie VLB-SCSI-Controller und ISA-Grafik, allerdings ist im ersten Fall der SCSI-Controller lahm und im letzten Fall die Grafikkarte - keineswegs ein ideales System, zumal wiederum das Problem mit der evtl. nicht für 50 MHz ausgelegten Peripherie auftaucht. Denkbar wäre in einem solchen Fall noch VLB-Grafik und EISA-SCSI, allerdings blieb der EISA-Bus zumeist den Servern etc. vorbehalten, weswegen man ein solches System eher selten finden wird.
Will man Musiktitel nur auf der Festplatte speichern, um auf musikalische Untermalung während der Arbeit ("Arbeit" im weitesten Sinne) am Computer nicht verzichten zu müssen, empfiehlt es sich, die Stücke ins MP3-Format zu übertragen. Das kann bei praktisch vernachlässigbaren Qualitätsverlusten bis zu 90% des Speicherplatzes einsparen, den die ursprüngliche wav-Datei belegt (hat).