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  • Grafik und Bildbearbeitung

    Programme zur Bildbearbeitung

    Bildbearbeitung ist auch unter Windows 3.1x problemlos möglich, wenn man eine Grafikkarte hat, die mehr als 15 Bit Farbtiefe zulässt. Darunter stößt man jedenfalls bei Fotos an sichtbare Grenzen. Plakative Grafiken lassen sich natürlich auch schon mit 8 Bit (256 Farben) erstellen. Gut, man kann auch Durchschnittsfotos ohne allzu großen Verlust auf 8 Bit herunterrechnen, aber man muss immer drauf achten, die Windows-Standardfarben einzuschließen, sonst bekommt man beim Betrachten kuriose Effekte (Umschlagen der Farben beim Fensterwechsel).
    Allerdings haben die Anbieter der Software sämtlichst die Entwicklung für Windows 3.1x eingestellt, so dass man sich mit älteren (aber deswegen auch preiswerteren) Programmen zufriedengeben muss.
    Es stehen zur Auswahl (beispielsweise):

    1. Corel Draw bis Version 5,
    2. Micrografx Draw bis Version 3.1
    3. Picture Publisher bis 5.0
    4. Die beste Empfehlung: PaintShopPro (bis einschließlich 3.11, gibt's noch in der Shareware-Ecke). Wenn man Win32s hat (und WinG), kommt auch PaintShopPro 3.12 infrage. Das ist eine 32Bit-Version, die gegenüber 3.11er nur eine einzige Funktion mehr aufweist (welche das war, ist mir entfallen), aber beim Lesen / Schreiben von PNGs deutlich (!) schneller sein soll, aber es braucht auch mehr Speicher (Warum eigentlich ?).
      Apropos PNG (kleine Abschweifung): Der Nutzen von PNGs ist für die Windows-3.1x-Nutzergemeinde gleich Null, und ihre Verwendung ein Ärgernis. Denn die Windows-3.1x-Webbrowser können sie nicht anzeigen. Also: Finger weg davon, und schön brav bei GIF und JPG bleiben.
    5. Adobe Photoshop bis Version 4.0 (bis einschließlich aller 3er-Versionen wird er als stabil und schnell eingeschätzt).
    6. XN-View 1.50. Die Bearbeitungsfunktionen stehen natürlich hinter denen der Konkurrenten zurück, aber es sind auch viele Möglichkeiten eingebaut, die andere Programme nicht haben. Siehe: Shareware-Ecke
    Die Tücken der Scanner

    Man muss heutzutage beim Kauf eines Scanners darauf achten, dass er überhaupt noch für Windows 3.1x geeignet ist, denn dafür sind nicht nur die passenden Treiber erforderlich, sondern auch die hardwareseitige Anschlussmöglichkeit. Was heute an Scannern angeboten wird, ist (fast ?) ausschließlich für den USB-Anschluss vorgesehen. Das nützt uns nichts. Wir brauchen entweder ein Kabel zum Parallelport (Druckeranschluss) oder einen Scanner mit dazugehörender Einsteckkarte. Sowas wird's möglicherweise nur noch aus zweiter Hand geben...
    Hat man etwas Passendes gefunden, sollte man suchen, ob es auf der Website des Herstellers neue Treiber gibt und sie ausprobieren. Bei Nichtfunktionieren wieder die alten installieren...

    Die Softwareschnittstelle zwischen Bildbearbeitungsprogramm und Scanner hört auf den Namen TWAIN. Das hat nichts mit dem geistigen Vater von Huckleberry Finn zu tun, sondern ist nur die Abkürzung für: Tool without an important Name.
    Möglicherweise hat man mit den Treibern nur englische TWAIN-DLLs eingefangen, es gibt davon aber auch länderspezifische Versionen.

    Wenn man auch mit 32Bit-Anwendungen über TWAIN scannen will, sollte man danach den 32-Bit Data Source Manager in der Win32s-kompatiblen Variante herunterladen. Vielleicht hilft es auch, sich einfach die Dateien twain.dll, twain_32.dll, twunk_16.exe und twunk_32.exe von einer höheren Windows-Version "auszuborgen".

    Dazu gehören auch die MSVCRTxx.DLLs, bei denen öfters mal Inkompatiblitäten auftreten, aber durch aktuelle Versionen lassen sie sich beheben.

    3D-Grafik

    Die englische Computerzeitschrift PCplus hat auf ihren quälend langsamen Internet-Seiten mal diverse (zumeist ältere) kommerzielle Software zum kostenlosen Download angeboten, z.B. auch Caligari trueSpace 1.0, ein Profi-3D-Programm von 1994, mit dem man 3D-Szenen und -Animationen erstellen kann. Damit kommen auch die Freunde von Windows 3.1x in den Genuss eines vernünftigen 3D-Programms ! Man sollte aber wenigstens eine Auflösung von 800x600 Pixeln in 256 Farben eingestellt haben, der Computer sollte in puncto Geschwindigkeit nicht gerade den Schildkröten und Schnecken Konkurrenz machen, und außerdem ist eine schnelle Verbindung zum Internet (mind. 28.800 bps) notwendig, denn die drei herunterzuladenden Dateien sind zusammen 4,06 MB groß.

    Videobearbeitung

    Auch die Videobearbeitung ist möglich, und zwar mit älteren Versionen von Adobe Premiere (bis 4.0)

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