Während der inzwischen etwa 15 Jahre, die es Windows 3.1 gibt, hat die Windows-Palette einige neue Farben bekommen. Über die Versionen 4.0x (95), 4.1x (98), 4.9 (ME) geht es schon bis 5.x (XP), das seit seinem Erscheinen allerdings auch schon manche Frischzellenkur über sich ergehen lassen musste... was dem neuen 6.x (Vista) keinesfalls erspart bleiben wird.
(Inzwischen damit verschmolzen wuchs ursprünglich daneben noch der WindowsNT-Zweig, der auch von 3.1 bis 5.x - Win 2000 - gewachsen ist, und außerdem die Windows-Server-Versionen.)
Man muss daher konstatieren, dass es um Windows 3.1x insgesamt stiller geworden ist. Aber es hat immer noch einen großen Freundeskreis. Dafür gibt es untrügliche Zeichen, nämlich die Download-Statistiken von Calmira. Jede Woche kommen immer noch neue Anwender dazu.
Man darf getrost mutmaßen, dass es daneben noch einen Haufen älterer Computer gibt, die - leider - gar keinen Internet-Zugang haben, so dass ihre Besitzer gar nicht in den Genuss der hier zusammengetragenen Informationen kommen. Schade...
Ich selbst habe die letzten zehn Jahre lang (nach dem 486-DX 33 und dem 486-DX 66) regelmäßig mit meinem 233 MHz-Rechner gearbeitet, auf dem Windows 3.1 lief und der in der täglichen Arbeit keine Wünsche offen ließ. Egal, was es war: ob Text- oder Bildbearbeitung, Internet, E-Mail, das Erstellen von Webseiten, Fax-Sendung und
Und zwar auf meinen "Zweit-PC", auf dem ich per Wechselfestplatte zwischen Windows 98 und SUSE-Linux 9.3 wählen kann. Er dient außerdem zum Testen von Programmen und falls nötig - das allerdings ist seine Domäne - zum Erstellen von CDs.
Und obwohl der "Zweit-PC" viermal so schnell denkt (1000 gegenüber 233 MHz), war das Arbeiten mit Windows 3.1 (natürlich mit Calmira-Oberfläche) fühlbar flotter. Der Geschwindigkeitsvorteil von Windows 3.1x gegenüber höheren Versionen dieses Systems macht sich besonders bei langsameren Rechnern sehr deutlich bemerkbar.
Inzwischen ist der treue Rechenknecht (siehe oben) leider verstorben... und ich bekomme keine Hauptplatine mit drei ISA-Schächten mehr ... so läuft mein Windows 3.1 jetzt ohne internes Modem, ohne Soundkarte und ohne zweite Druckerschnittstelle auf einem Pentium III mit 665 MHz und 386 MB Arbeitsspeicher ... prima, da ist eine 100 MB-RAM-Disk (ich liebe sie) kein Problem.
Wer im Besitz eines älteren Computers mit DOS 6.x und Windows 3.1x (z.B. eines 486ers) ist oder dabei ist einen solchen zu ergattern und diesen dann mit Windows 95 oder gar 98 modernisieren - oder sagen wir mal: traktieren will... dem kann man nur sagen: Lass es sein ! - sonst gilt nämlich: "Möge die Sanduhr mit dir sein !"
Das gilt nach meiner Erfahrung auch bei Pentiums mit weniger als 300 MHz Taxtfrequenz und Festplattenplatz von weniger als 2 bis 3 GB und weniger als 64 MB RAM. Da macht das Arbeiten - verglichen mit dem quicklebendigen 3.1x - wirklich nicht so richtig Spaß.
Mit 32, ja sogar nur 16 MB Arbeitsspeicher kann man zwar Windows 98 betreiben, aber sobald man mehr als eine Anwendung startet, wird kräftig ausgelagert... sprich: ausgebremst.
Zugegeben: Auch Windows 3.1 mag gern viel Arbeitsspeicher. Vor Allem. wenn man speicher- und ressourcenhungrige Anwendungen wie Internet-Explorer 5.0 nebst Outlook-Express laufen lässt und nebenbei noch eine Textverarbeitung benutzen will, können auch hier 64 MB und mehr nicht schaden.
Hat man nur einen 486er oder Pentium 100 und möglicherweise eine Festplatte von nur 500 MB oder 1 GB, dann gilt auf jeden Fall der alte Spruch: Schuster, bleib bei deinem Leisten ! Oder sagen wir's auch mal wie Adenauer: Keine Experimente !