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  • Erste Hilfe (Fortsetzung)

    Fehler ausbügeln: Tabula rasa

    Um nach misslungenen Experimenten wieder exakt auf den Stand vor der Katastrophe kommen zu können, gibt es eine einfache Möglichkeit. Jedenfalls, wenn man genug Festplattenplatz hat. Dann kann man nämlich eine Kopie des gesamten Windows-Verzeichnisses mit allen Unterverzeichnissen erstellen. Dieses Verzeichnis benennt man dann z.B. als "winkopie".
    Passiert dann irgendwas, was nicht mehr zu flicken ist, kann man am DOS-Prompt die Verzeichnisse "tauschen":
    1.   move windows win_alt
    1.   move winkopie windows
    Nun kann man entweder "win_alt" komplett löschen oder sogar in beiden Verzeichnissen auf die Suche nach Unterschieden gehen und so feststellen, was der Grund für das Versagen ist.

    Fehlerursache ermitteln

    Zur Fehlersuche kann man zunächst einmal eine oder mehrere der Startoptionen von Windows in Anspruch nehmen.

    Gibt man am DOS-Prompt "win /?" ein, so erhält man eine Übersicht (fast) aller gültigen Startparameter.
    Dabei gelten...

    ... für Windows für Workgroups 3.11
    WIN [/B] [/N] [/D:[C][F][S][V][X]]
    ... für alle anderen Versionen
    WIN [/3] [/S] [/B] [/D:[F][S][V][X]]
    Die Parameter haben folgende Bedeutungen:
    /3    Startet Windows im erweiterten Modus für 386-PC.
    /S    Startet Windows im Standard-Modus.
          (Beide Optionen erübrigen sich bei WfW 3.11)
    /B    Erstellt eine Datei "BOOTLOG.TXT" welche die
          Meldungen während des System-Starts aufzeichnet.
    /N    Veranlasst Windows, die Netzwerktreiber nicht zu laden.
          (nur bei WfW 3.11)
    :     (undokumentiert) Zeigt das Windows-Startlogo nicht an
          (minimalste Zeitersparnis)
    /D    Für die Fehlerbehandlung mit den folgenden Schaltern,
          wenn Windows nicht richtig startet.
       C  Deaktiviert den 32-Bit Dateizugriff. (Logisch, dass
          es diese Option nur bei WfW 3.11 gibt.)
       F  Schaltet den 32-Bit Laufwerkszugriff ab. Entspricht
          der SYSTEM.INI-Einstellung: 32BitDiskAccess=FALSE.
       S  Legt fest, dass Windows keinen ROM-Adressen-Leerraum
          zwischen F000:0000 und 1 MB für eine Unterbrechungs-
          anforderung benutzt. Entspricht der SYSTEM.INI-Einstellung:
          SystemROMBreakPoint=False.
       V  Legt fest, dass Windows die ROM-Routine die Interrupts
          des Festplatten-Controllers behandeln lassen wird. Entspricht
          der SYSTEM.INI-Einstellung: VirtualHDIRQ=False.
       X  Schließt alle Adapterbereiche von dem Speicherbereich aus,
          den Windows durchsucht, um freien Platz zu finden. Entspricht der
          SYSTEM.INI-Einstellung: EMMExclude=A000-FFFF.
       T  (undokumentiert) Startet WfW 3.11 im Standardmodus; u.a. COM- und
          LPT-Schnittstellen funktionieren dann nicht

    Vielleicht kann die Datei "BOOTLOG.TXT" oder einer der genannten Schalter hilfreich sein. Übrigens ist es zu empfehlen, "BOOTLOG.TXT" vor dem Start zu löschen, falls sie bereits vorhanden ist. Sonst werden neue EInträge hinten angehängt und man muss dann erstmal suchen, wo die aktuelle Aufzeichnung beginnt.

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