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  • Der Monitor ...
    die wichtigste Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

    Vielleicht ist es ein glücklicher Umstand, dass die Lebensdauer der PC-Monitore (jedenfalls bei häufiger Nutzung) begrenzt ist und sie irgendwann z.B. wegen Farbverfälschungen oder nachlassender Schärfe nicht mehr als befriedigend eingeschätzt werden können. Sonst säßen vielleicht noch viele Nutzer vor dem alten 14-Zöller mit 640 x 480 Bildpunkten und 50 Hz Bildwiederholfrequenz.

    Doch da steht uns heutzutage Besseres zur Verfügung. Auch wer finanziell nicht aus dem Vollen schöpfen kann, bekommt für ein paar Euro einen brauchbaren Monitor aus zweiter Hand, der seine Sache sicher noch ein, zwei Jahre machen kann.

    Wichtig ist natürlich, keine Katze im Sack zu kaufen, sondern bereits vorher einmal zu schauen:
    Ist das Bild scharf, stimmt die Geometrie, gibt es vielleicht Konvergenzfehler oder Moiré ? Ist ein richtiges Netzkabel dabei (falls man keinen durchgeschleiften Stromanschluss am PC-Netzteil hat) ? Wie lässt sich das OSD (On-Screen Display) bedienen und was kann man darüber einstellen ? Pfeift oder brummt das Gerät vielleicht ?
    Im Fall eines Neukaufs: Wie sieht's mit der Garantie aus ? ...
    und so weiter ... und so fort...
    Und dann sollte man natürlich auch das in Augenschein genommene Exemplar kaufen - Monitore sind ziemlich individuell !

    Zur Überprüfung des eigenen Geräts gibt es hier einen Monitortest, allerdings zur Zeit nur für die Formate 1024 x 768 und 1280 x 1024 Pixel.

    Was sollte man nun empfehlen ?

    Wichtig ist, dass man mal vergleicht, welche Auflösung und vor Allem, welche absolute Pixelgröße dem eigenen Auge gut tun. Gerade für die Nutzer von Windows 3.1x kommt der tatsächlichen Pixelgröße einige Bedeutung zu. Denn wir können die Größe der Desktop-Symbole und der Schaltflächen in den Funktionsleisten und z.B. die Schriftgröße in der Statuszeile der meisten Anwendungen nicht beeinflussen. Auch das generelle Umschalten auf große Systemschrift bringt uns hier nicht wirklich weiter, weil z.B. Calmira auf die kleine Schrift festverdrahtet, jedenfalls nicht auf die große optimiert ist.

    Unter diesem Gesichtspunkt kann man je nach persönlicher Vorliebe mit folgenden Werten leben:

    Monitor / -größe empfohlene Auflösung empfohlene Auflösung bei Sehschwäche
    CRT 15 Zoll 800 x 600 640 x 480
    CRT 17 Zoll 1024 x 768 800 x 600
    CRT 19 Zoll 1152 x 864 *) 1024 x 768 *)
    TFT 15 Zoll 1024 x 768 **) 1024 x 768 **)
    TFT 17 Zoll nicht empfohlen ***) nicht empfohlen ***)
    TFT 18 Zoll ****) 1024 x 768 1024 x 768
    TFT 19 Zoll 1280 x 1024 1280 x 1024
    *)19-Zoll-Röhrenmonitore brauchen aufgrund ihrer Größe starke Magnetfelder zur Strahlablenkung, hohe Energie zur Ausleuchtung der großen Fläche und erzeugen daher auch ein höheres Maß an Röntgenstrahlung und Elektrosmog.
    Wessen Sehleistung allerdings eingeschränkt ist, mag diesen Gesichtspunkt zugunsten besserer Wahrnehmung in den Hintergrund rücken.
    **)Der 15-Zoll-TFT ist in der Größe seiner Bildfläche dem 15er CRT nur um weniges voraus. Trotzdem ist seine Auflösung auf 1024 x 768 festgelegt, was die Bildelemente gegenüber der Darstellung mit 800 x 600 um ca. 20-25% schrumpfen lässt.
    ***)Ähnliches wie unter **) ist hier auch zu vermelden. Die Standardauflösung dieser Geräte beträgt 1280 x 1024. Damit müssen sie auf nur 89% der Breite dieselbe Information unterbringen wie ihre 19er Kollegen. Das ist aus ergonomischer Sicht nicht akzeptabel. Die Geräte mit der noch akzeptablen Auflösung von 1024 x 768 sind nach meiner Kenntnis bereits vom Markt verschwunden. Wer sowas aus zweiter Hand bekommen kann: bitte sehr.
    ****)Es gibt nach meiner Information nur ein einziges Gerät dieser Größe mit der akzeptablen Auflösung von 1024 x 768 Pixeln

    (Dass aus der Tabelle nur der Schluss möglich ist, dass ich selbst einen 19"-TFT mit 1280 x 1024 Pixeln benutze, ist natürlich reiner Zufall...)  ;-)

    Noch etwas zu TFT-Monitoren:
    TFT- (und LCD-)Bildschirme haben eine feste Auflösung. Werden sie in einem anderen Modus betrieben, so gibt es zwei Möglichkeiten:

    • das Bild wird pixelgerecht auf einem Teil der Bildfläche angezeigt,
    • das Bild wird auf die Größe des Bildschirms gestreckt (interpoliert).

    Bei manchen Geräten kann man dieses Verhalten umschalten, andere unterstützen nur jeweils eine der beiden Darstellungsarten.
    Beim Interpolieren entsteht zwangsläufig Unschärfe. Das sollte man seinen Augen nicht antun. (Natürlich gibt es keine Unschärfe, wenn das Display 1600 x 1200 Pixel hat und mit 800 x 600 betrieben wird.)

    Die Bildwiederholfrequenz sollte möglichst auf einen Wert über 60, besser über 80 Hz eingestellt werden, wenn die Grafikkarte das zulässt. Bei TFT-Monitoren werden allgemein 60 Hz verwendet, weil diese aufgrund ihres Nachleuchtverhaltens nicht zum Flimmern neigen. (Zum Ausgleich dafür sind sie in der Darstellung bewegter Objekte benachteiligt.)

    Ein größerer Monitor stellt natürlich auch höhere Anforderungen an die Grafikkarte. Während man bei 640 x 480 Pixeln auch mit 1 MB Grafikspeicher noch TrueColor-Bilder anzeigen konnte, benötigt man bei 1280 x 1024 schon 8 MB. Ältere Grafikkarten dürften da vielleicht an ihre Grenzen stoßen.
    Aus diesem Grund, und weil auch die Kosten für die Beschaffung exorbitant werden, habe ich noch größere Geräte nicht in die Betrachtung einbezogen.

    Verwandtes Thema ... Grafikkarte austauschen

    Nutzbarmachung älterer Festfrequenz-Monitore

    Manchem fällt vielleicht ein älterer Festfrequenz-Monitor von einer Workstation in die Hände. Weil solche Gerätschaften (da sie aus dem Profibereich kommen) oftmals hochwertig und ziemlich groß (17-21") sind, möchte man sie ungern wegschmeißen (so wie ich deren Gewicht einschätze, würde das auch kaum gelingen... werft doch mal mehr als 20 kg im Stück durch die Gegend ;))).
    "Einfach anschließen" geht leider in den seltensten Fällen, denn erstens haben diese Dinger meist nur BNC-Buchsen (oft mit "Sync-on-green", sprich der H- und V-Syncimpuls wird über die Grünleitung zum Monitor geleitet), und zweitens sind es, wie erwähnt, Festfrequenz-Monitore, d.h. sie wollen mit einer festen Horizontalfrequenz - obendrein meist in nur wenigen Auflösungen - angesteuert werden. Das letztere Problem lässt sich recht einfach lösen, etwa durch eine Grafikkarte mit einem guten Grafiktreiber, bei dem man das Timing genau einstellen kann. Beileibe nicht alle Grafikkarten eignen sich dazu, und selbst wenn, muss der Treiber das auch erlauben). Es gab (gibt?) auch Grafikkarten, die generell nur Signale mit einer bestimmten Horizontalfrequenz an den Monitor schicken. (Die Matrox Millennium hat übrigens auch "Sync-on-green".)
    Ein recht komplexes Problem, denn es gibt FF-Monitore mit Sync-on-Green [also 3 BNC-Buchsen], gemeinsamem H- und V-Sync [also 4 BNC-Buchsen] und getrenntem H- und V-Sync [also 5 Buchsen]).
    Eine Lösung für einen Teil des Problems findet sich im Anhang (Appendix) C des 4.Teils der englischsprachigen "PC-Video-Hardware-FAQ"

    Dieser Tip sollte nicht fehlen: Monitore älterer Bauart entsprechen vielfach nicht den heute gütigen Strahlenschutzbestimmungen. Ob sie daher am Arbeitsplatz noch eingesetzt werden dürfen, muss von Fall zu Fall geprüft werden. Im privaten Bereich bestehen dabei natürlich keine rechtlichen Einschränkungen, soweit sie wenigstens die Grenzwerte der Funkentstörung einhalten.

    Weitere Tips zur Verwendung von Festfrequenz-Monitoren:
    VGA to workstation monitor FAQ - Erstklassig !
    Webseite des im Text erwähnten Video-FAQs
    Fixed Frequency Video FAQ


    Verwandtes Thema: Mehrere Monitore an einem PC

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