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    Grafiktreiber aktualisieren

    Vielfach kann man bei alten Computern beobachten, dass sie trotz leistungsfähiger Grafikkarten im VGA-Modus laufen und nur 16 Farben unterscheiden können. Das muss nicht sein.
    Zumeist liegt es daran, dass die alten Treiberdisketten irgendwo verschwunden sind, bevor jemand daran gedacht hat, sie zu benutzen. Meist gibt es auf der Webseite des Grafikkartenherstellers oder zumindest des Chipherstellers verwertbare Informationen oder sogar aktuellere Windows-3.1-Treiber zu finden.
    Treiber von Karten mit Videobeschleunigung (diese gab es ab 1994, populär wurden sie etwa 1995/96) sollten im Interesse ruckelfreier Videowiedergabe DCI-Unterstützung bieten. Bei Treibern des Chipherstellers ist meistens ein DOS-Programm zum Einstellen von Bildwiederholraten nötig, das in die autoexec.bat eingetragen werden muss, sonst flimmert's mit 50 oder 60 Hz vor sich hin...
    Zumindest für S3-Karten gibt es das Utility S3Refresh.
    Andere Karten haben teilweise ein VESA-3.0-BIOS, das ebenfalls Funktionen zum Einstellen der Bildwiederholfrequenz bietet (Programme zum Einstellen siehe www.uwe-sieber.de). Ach ja: Firmenübernahmen sind bei der Treibersuche zu berücksichtigen (z.B. SPEA => Diamond). Und wenn sich auch auf der Seite der Übernahmefirma nichts findet, muss man eben mal eine Suchmaschine benutzen oder Sites wie http://www.windrivers.com aufsuchen.

    Falscher Treiber - Windows futsch?

    Eine nicht allzu seltene Erscheinung: Nach der Treiberinstallation wird der Neustart von Windows verweigert, es erscheinen Fehlermeldungen wie "Ungültiges System. Sie müssen Windows neu installieren !".
    Hier genügt oft das Zurücksetzen des entsprechenden Eintrages in der system.ini:
    [boot]
    386grabber=vga.3gr
    286grabber=vgacolor.2gr

    So kriegt man es vermutlich wieder flott

    Hilft das nicht, so muss man vom DOS-Prompt aus in das Windows-Verzeichnis wechseln und dann setup.exe oder winsetup.exe aufrufen.
    Dort kann man dann einen funktionierenden Grafikkartentreiber, im Zweifel "VGA" einstellen ...

    ... und nach dem erneuten Windows-Start den Installationsvorgang (mit einem anderen Treiber und hoffentlich besserem Ergebnis) von vorn beginnen.

    Video für Windows installieren

    Um Videos (AVI-Dateien) ansehen zu können, muss man "Video für Windows" in Version 1.1e installieren. Diese Freeware (für Win-3.1x-Besitzer) bringt einen (englischen) Medienwiedergaben-Ersatz (der funktionell der Medienwiedergabe von Windows 95 entspricht, sogar Strg+F5 funktioniert) und wichtige Audio- und Video-Codecs mit (außer damals aufgrund der benötigten Rechenleistung indiskutablem Kram, wie MPEG-Video oder -Audio). Download der Normalversion z.B. unter www.freewareguide.de. Es gibt auch eine deutschsprachige Version der Medienwiedergabe.

    Achtung Netscape-Benutzer: Der NetShow Player 2.0 installiert eine neuere Version des Voxware-Audio-Codecs, die sich nicht mit der älteren von Netscape verträgt, was sich in einer Meldung "Nicht genügend Erweiterungsspeicher" niederschlägt. Es gibt zwei Möglichkeiten, dem zu begegnen:

    1. Man kann den Netscape-Eintrag device=rt32vox.vxd im Abschnitt [386enh] der system.ini auskommentieren. Sollte Netscape neu installiert werden, so wird er allerdings automatisch wieder hinzugefügt, was man gern vergisst und sich dann wundert, warum Windows nicht mehr läuft.
    2. Man kann aber auch die Einträge des neuen Codecs auskommentieren, in diesem Fall device=vdk32116.vxd und device=vdk3211w.vxd, ebendort.
    Sound ohne Soundkarte ?

    Viele ältere Systeme sind leider nicht mit einer Soundkarte ausgerüstet, sondern verfügen nur über den üblichen Systempiepser (dieser war vor der Zeit der Soundkarten klanglich erheblich besser als heute, und daher kann man Exemplare in älteren Computern durchaus gerechtfertigt als "Systemlautsprecher" bezeichnen !).
    Dafür gibt es auch einen Klangtreiber (den Klassiker speaker.drv), allerdings ist er eigentlich nur für Systemklänge brauchbar, denn alles, was einen asynchronen Wave-Treiber braucht (Medienwiedergabe, MOD4WIN...), läuft damit nicht. Nur der Klangrekorder funktioniert damit, aber zu große Dateien kann man mit ihm - abhängig vom RAM - nicht öffnen. Aber wer würde sich das auch schon angesichts der totalen Blockade des Rechners und der klanglichen Qualitäten der CPU-DAC-Emulation selbst mit einem besseren Lautsprecher antun wollen ?

    Ein deutlich besserer Treiber (allerdings Shareware, 10 US$) ist SpkQQ.

    Verwandtes Thema ... Soundkarte einbauen oder austauschen

    Apple Quicktime: Ab und zu nötig

    "QuickTime" stammt vom Apple Mac und wird zur Wiedergabe von entsprechenden Filmen, den sog. "QuickTimeMovies" benötigt (*.mov oder *.qtw). Es ist z.B. auf der T-Online-CD zu finden, oder man kann es unter freewareguide.de herunterladen (1,94 MB, das ist die letzte 16-Bit-Version 2.1.2.59).
    Auch auf (älteren) Heft-CDs dürfte man es finden können. Die Versionen ab 3.0 scheint es nur noch für Windows 4.x zu geben. So ganz absturzsicher ist das Systemsteuerungs-Modul von QuickTime übrigens nicht; es verträgt sich offenbar nicht mit jedem Videomodus.

    MPEG1-Video? Geht auch!

    Wer einen genügend flotten PC (etwa einen Pentium 90) oder 486 DX-100 hat, kann auch MPEG1-Videos abspielen (eine Grafikkarte mit Videobeschleunigungsfunktionen und natürlich DCI-Unterstützung ist hierbei von Vorteil). Als Software-MPEG-Decoder kämen etwa CompCore SoftPEG oder XingMPEG in Betracht, letzteren hat Gaby Chaudry in ihrer Sammlung. Dort gibt es auch einen MPEG2-Player, der zumindest mit Win32s lauffähig ist. Möglicherweise bringt das allein nicht viel, denn MPEG2-Video wird man zumeist auf DVDs mit ihrem unsäglichen CSS (Content Scrambling System) finden, zudem ist dafür viel Rechenpower vonnöten.

    Prozessormäßig weniger begüterten Rechnern helfen MPEG1-Decoderkarten weiter - etwa ELSAs ELSAmotion für PCI-Rechner mit einer Grafikkarte mit Overlay-Unterstützung per DCI oder der Klassiker Sigma Reel Magic, eine ISA-Karte, die per Loop-Through-Kabel mit dem Bildsignal gefüttert wird und dort das Bild einblendet (nicht unähnlich den Voodoo-3D-Beschleunigern von 3Dfx). Aber ob so was heute noch zu haben ist ... ich zweilfe.

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