Eine Soundkarte sollte zur Standardausstattung eines jeden Computers gehören. Wenn sie nachträglich einzubauen ist, muss man Einiges beachten.
Für diese Modelle sind, soweit ich weiß, fast nie Windows-3.1-Treiber vorhanden, besonders, wenn man sie aus zweiter Hand bekommt und der Vorbesitzer bei den Worten "Windows 3.1" mit den Schultern zuckt und die Augenbrauen (wenigstens eine) hochzieht.
Sie belasten den Rechner stark (im Soundblaster-Kompatibilitätsmodus) und kommen für ältere Windows-3.1-Rechner somit wohl gar nicht in Frage.
Auch wenn man einen schnelleren Rechner hat, bleibt das Treiberproblem. Es gibt aber einige Modelle, die mit "generischen" Treibern laufen, z.B. wenn sie mit Chips von Avance Logic (ALS100 bzw. ALS120 oder ESS 1868 bzw. 1869) bestückt sind.
Wenn jemand eine PCI-Soundkarte (vielleicht mit einem anderen Chip als den erwähnten) in Windows 3.1x zum Laufen gebracht hat, sollte er/sie das bitte nicht für sich behalten, sondern es mitteilen und die Treiber zur Verfügung stellen.
...können in "PnP-losen" Rechnern große Probleme bereiten. Oder man hat Glück bzw. den richtigen "Riecher". So berichtete Stephan Großklaß über die Schwierigkeiten mit einer "SB16 PnP", weil vermutlich die Installationsroutine genauso dusselig war wie bei seiner "SB32 PnP", die hat nämlich vergessen, den Creative-eigenen Konfigurationsmanager CTCM zu installieren, ohne den es nun mal nicht geht. Stephan hat ihn dann in der dosstart.bat von Windows 98 entdeckt, was das Problem löste.
Andere PnP-Karten kann man möglicherweise mit Zusatzsoftware wie Intels ICU bändigen.
Wer einen älteren Rechner mit einer Soundkarte nachrüsten will und eine Vorliebe für echtes "Plug'n'Play" hat, sollte also, um Probleme zu vermeiden, auf Non-PnP-Karten zurückgreifen, aber bitte nicht auf alte 8-Bit-Modelle, denn deren Klangqualität ist recht bescheiden.
Das Spektrum brauchbarer Exemplare reicht bei 16-Bit-Karten von sehr einfachen Noname-Karten über (qualitativ bessere) Standardmodelle von Aztech und Soundblasters AWE 32 sogar bis hinauf zur Gravis Ultra (ehemals mehrere 100 DM teuer).
Wenn man auch Aufnahmen machen will, sollte man lieber auf eine ehemals hochpreisige Karte zurückgreifen als auf eine einfache. Denn bei einfachen Modellen muss man (z.B. aufgrund schlechter Abschirmung) mit Qualitätsproblemen rechnen.